Allgemeine Informationen/ Häufige Fragen (FAQ)

Erstellung von Verbreitungskarten

Verbreitungskarten zeigen an, in welchen Regionen ein Familienname besonders häufig auftritt. Daraus kann man unter Umständen ermitteln, woher die eigene Familie kommt. Auch in der Namenforschung (Onomastik) werden solche Karten eingesetzt, um dem Wortursprung auf die Spur zu kommen. Dieser Dienst bietet Ihnen die Möglichkeit, kostenlos und ohne die Installation von Zusatzsoftware an solche Karten zu kommen. Die Deutung bleibt dann allerdings Ihnen überlassen.

Relative und absolute Darstellung

Die absolute Darstellung zeigt Ihnen an, wieviele Telefonbucheinträge in einem Landkreis gefunden wurden. Die Legende ist adaptiv und wird an der größten Häufung ausgerichtet. Deswegen erhalten Sie womöglich bei verschiedenen Namen auch verschiedene Skalen. Bei der absoluten Karte wird die Trefferzahl einfach in die Skala eingeordnet und der Landkreis entsprechend gefärbt. Die relative Darstellung berücksichtigt noch die Einwohnerzahl im entsprechenden Landkreis. Dadurch verzerren Ballungsräume die Karte weniger, denn wo mehr Menschen leben, wird man auch immer mehr Namensträger finden. Bei der Relativierung wird die Einwohnerzahl gewissermaßen herausgerechnet (normalisiert).

Dieses Projekt

Geogen war ursprünglich der Name für ein installierbares Programm. Viele Anwender fanden aber insbesondere die Installation zu kompliziert, so dass dieser Webdienst deutlich einfacher zu Ergebnissen führt. Das Angebot wurde zum allgemeinen Nutzen erstellt und ist für jeden kostenlos. Eventuelle Fehler können nicht ausgeschlossen werden. Sollten Sie Fehler finden oder Verbesserungsvorschläge haben, können Sie mir diese jederzeit mitteilen.

Das Kunstwort »Geogen« ist aus den Anfangsfragmenten der Kurzbeschreibung "geographische Genealogie" entstanden. Diese mangelnde Kreativität findet man besonders häufig in der Softwarebranche (so ist »Linux« die Kombination aus Linus und Unix). Geogen beschreibt aber auch einen Begriff in der Mineralogie. Im Unwissen um diese eigentliche Bedeutung hat es diese Webseite geschafft, die neue Semantik auf Platz 1 bei Google zu etablieren.

Warum stehe ich nicht in der Karte?

Die Karten werden auf Basis der 35 Mio. Telefonteilnehmer mit Stand zum 31.12.2002 erstellt. Mehrfacheinträge (Festnetz, Fax und Handy) gehen nur einmal in die Zählung ein. Die Daten scheinen alt, sind aber nicht alt genug, da Sie schon mitten im Handy-Zeitalter liegen und viele Bürger heute garnicht mehr verzeichnet sind. Das Interesse dieses Dienstes ist es dementsprechend nicht, Ihren Wohnort anzuzeigen, sondern statistisch aussagekräftige und wissenschaftlich brauchbare Karten zu erzeugen. Da für viele andere Länder solche Systeme längst verfügbar sind, wurde für Deutschland eine Lücke geschlossen. In diesem Sinne kommt es nicht auf den einzelnen an (also Sie), sondern den Gesamttrend. Diese statistische Auswertung hat den großen Nachteil, dass Sie nur bei hinreichend großer Stichprobe funktioniert. Bei weniger als 100 Treffern können Sie das Ergebnis meist vergessen.

Das ist für mich aber ein gravierender Mangel...

In diesem Fall haben Sie im wesentlichen zwei Möglichkeiten. (1) Sie können fordern dieses "Machwerk" abzuschalten. Das wäre höchst egoistisch(2) Sie schmollen etwas und besuchen diese Homepage nie wieder. Viele andere Seiten zum Surfen finden Sie beispielsweise bei Google. Noch ein etwas ernster gemeinter Hinweis in eigener Sache: es ist technisch nicht möglich auf Anfrage einzelne Nachtragungen in den Datenbestand vorzunehemen.

Nutzung und Urheberrecht

Private Nutzung

Als privater Nutzer steht es Ihnen frei, die Karten beliebig zu verwenden und zu verarbeiten (d.h. auf Ihrer privaten Homepage [inkl. Blogs, Foren] veröffentlichen, ausdrucken, weitergeben und in kleineren Publikationen verwenden). Dabei dürfen die Copyright-Hinweise allerdings nicht entfernt werden. Genauere Informationen finden Sie hier: Creative Commons.

Kommerzielle Nutzung

Mit diesen Karten soll kein wirtschaftlicher Gewinn erzielt werden. Die kommerzielle Verwendung ist aber nicht vollkommen ausgeschlossen und kann durch einen Pauschalbetrag je Karte lizensiert werden. Bitte wenden Sie sich dazu über das Kontaktformular direkt an mich. Es findet keine Rechteübertragung statt, d.h. es besteht kein exklusiver Anspruch auf die jeweilige Kartendarstellung. Insbesondere werden die betroffenen Karten auch weiterhin kostenlos durch den Online-Dienst verfügbar sein. Bei Verwertung in Rundfunk (Fernsehen, Internet-Streams), Print (Artikel, Bücher, wissenschaftliche Veröffentlichungen) und digitaler Reproduktion (kommerzielle Homepages, CD-ROMs, DVDs) ist in jedem Fall ein Belegexemplar bereitzustellen.

Hinweise für Journalisten

Wenn Sie eine Arbeit über und nicht mit Geogen erstellen, steht es Ihnen im Rahmen des Zitierrechts frei, die hier erstellten Karten dafür zu benutzen. Beachten Sie aber, dass zu abgeleiteten Werken eine ordnungsgemäße Quellenangabe gehört. Das schließt beispielsweise die Verwendung von nicht autorisierten Weiterleitungsadressen aus (tinyurl.com, kickme.to, springhin.de usw.). Bei Unklarheiten zur korrekten Quellenangabe fragen Sie bitte nach. Wenn aufgrund der Zielgruppe oder der Art Ihres Berichts mit einem erhöhten Besucheraufkommen auf dieser Seite zu rechnen ist, informieren Sie mich bitte vorab.

Weiterführende Empfehlungen

Weiterführende Literatur

Ein Artikel von Konrad Kunze zur Forschung mittels Verbreitungskarten befindet sich im Sonderheft Ahnenforschung, m. CD-ROM. Vom gleichen Autor, aber wesentlich umfangreicher ist auch das Standardwerk dtv-Atlas Namenkunde. Anschauliche Informationen zur Namenforschung sowie zahlreiche Beispieldeutungen finden Sie in Professor Udolphs Buch der Namen. Prof. Udolph ist dafür bekannt, auch solche Karten einzusetzen. Leider gibt es die von ihm verwendete CD-Rom nicht mehr im Handel. (Die Links führen zu Amazon.de)

Weiterführende Links

Im GenWiki befindet sich eine Diskussionsvorlage zu Geogen. Dort sind auch Verweise zu Kartierungsdiensten in anderen Ländern abgelegt. Allgemeine Informationen zur Namenforschung findet man bei Onomastik.com. Im Forum wird hier meist sehr schnell geholfen. Sollte das nicht ausreichen, kann man ein kostenpflichtiges Gutachten bei den Namenberatungen der Universitäten Leipzig und Regensburg bestellen. Manchmal hilft auch eine Recherche im Wörterbuch der Brüder Grimm (Universität Trier).´Nicht unerwähnt bleiben soll auch die Datenbank der Mormonen, die mehrere Milliarden Einträge aus Kirchenbüchern digitalisiert haben. Zur Bedienung sollte man aber zumindest grundlegendes Englisch verstehen.

Noch mehr Informationen

Ein paar Hintergründe zur Entwicklung von Geogen gibt es im Blog: devlog.stoepel.net.